Definition, Funktion und Vorkommen in Lebensmit­teln

Cholin wurde im Jahr1864 von einem deutschen Chemiker entdeckt und ist ein wasserlösli­cher, essentieller Nährstoff.

Cholin ist in vielen Lebensmitteln enthalten und kann synthetisiert werden. Cholin ist eine alkalische organische Verbindung, die im menschlichen Organismus wichtige Funktionen erfüllt. Cholin wurde früher zur Gruppe der B-Vitamine gezählt, wird jetzt allerdings als essentieller Nährstoff gelistet („Institute of Medicine“ der Uni­ted States National Academy of Sciences).

Cholin hat im Körper vielfältige Funktionen und kann zu einigen anderen wichtigen Verbindun­gen verstoffwechselt werden.

In welchen Lebensmitteln ist Cholin enthalten?

Den höchsten Cholin-Gehalt hat Eigelb (680mg/100g). Auch in Innereien wie Rinder- oder Hähnchenleber ist der Gehalt hoch. Weitere gute Cholin-Lieferanten sind Wei­zenkeime, Schinkenspeck, Schweinefleisch und Sojabohnen.

Cholin-Quellen sind außerdem Kabeljau, Hühnchen, Milchprodukte, Sojalecithin, Blu­menkohl, Spinat, Tofu, Amaranth, Kidney-Bohnen und Quinoa. Studien belegen, dass sich bei einer cholinarmen Ernährung der Cholingehalt im Blut um ca. 30 Pro­zent reduziert. (8)

Um eine ausreichende Versorgung mit Cholin zu erzielen, muss Cholin mit der Nah­rung aufgenommen werden. Ein großer Anteil des mit der Nahrung aufgenommenen Cholin wird im Körper zu Phosphatidylcholin - Lecithin - umgewandelt, das in allen Zellen mit Zellkern vorkommt und den Hauptbestandteil von Biomembranen bildet.

Welche Funktionen hat Cholin?

Unter anderem spielt Cholin im Körper eine wichtige Rolle für die Konzentrationsfä­higkeit. Relevant für den Körper ist Cholin außerdem als Baustein für Lecithin und Sphingomyelin, Methylgruppen-Reservoir und an der Bildung von Acetylcholin, einem Überträgerstoff der Nervenzellen, beteiligt.

Cholin kann die Ansammlung von Fett in der Leber verhindern und unterstützt einen guten Fettstoffwechsel. Bei nicht ausreichendem Cholin-Gehalt kann es zu Störun­gen im Fettstoffwechsel kommen. Es liegen Untersuchungen vor, die nachweisen, dass in Tierversuchen ein Cholin-Mangel zur Fettleber führte, da Fettsäuren ohne Cholin nicht abgebaut werden können. Bei Tieren mit Cholin-Mangel konnten weiter­hin Nierenfunktionsstörungen, Unfruchtbarkeit, Beeinträchtigung des Wachstums, Gedächtnisschwäche, Bluthochdruck und verminderte Blutbildung beobachtet wer­den.

Grundsätzlich können gesunde Erwachsene sich bei einer ausgewogenen Mischkost gut mit Cholin versorgen. Cholin ist daraus leicht verfügbar und löst weniger Gegen­reaktionen aus als bei synthetischen Mitteln. Bei z.B. einer Fleischlosen Kost oder dem Verzicht auf Eier und Milchprodukte, sollte sichergestellt werden, dass genü­gend cholinreiche Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte verzehrt werden.

Aber während bestimmter Lebensphasen wie Schwangerschaft, Stillzeit, Diät oder intensi­ver Trainingsphasen kann eine zusätzliche Cholin-Zufuhr sinnvoll und nützlich sein. Eine Beratung durch Ernährungsexperten kann helfen, den persönlichen Bedarf ab­zuschätzen und ein geeignetes Mittel zu finden.

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