Arginin, eigentlich L-Arginin, ist eine semi-essentielle, proteinogene Aminosäure und ist an vielen entscheidenden Prozessen im Körper beteiligt. Unter anderem hat Arginin einen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt sowie auf unser Immunsystem.

Semi-essentiell deshalb, weil Arginin nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern auch vom Körper selbst gebildet werden kann. Unser Bedarf an Arginin kann jedoch nicht immer durch das körpereigene Arginin gedeckt werden. Dies ist vor allem im Sport, in Belastungssituationen, bei Stress oder auch im Alter der Fall. Dann muss Arginin entweder über Nahrungsergänzungen oder bestimmte Lebensmittel zugeführt werden.

Proteinogene Aminosäure bedeutet, dass aus L-Arginin nicht nur Enzyme und Neurotransmitter gebildet werden, sondern auch Körpergewebe wie Haut, Haare oder Muskeln.

L-Arginin ist eine besondere Aminosäure denn es enthält mit vier Stickstoffgruppen mehr Stickstoff als alle anderen Aminosäuren.

Durch seine besondere Funktion ist L-Arginin wichtig für die Steuerung der Gefäße, den Erhalt und die Stärkung des Immunsystems und die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Die (medizinischen) Einsatzmöglichkeiten von Arginin sind vielfältig vom gesunden Muskelaufbau, über Arteriosklerose und Verbesserung der Insulinresistenz bis hin zur erektylen Dysfunktion.

Welche Lebensmittel enthalten viel L-Arginin?

Ein hoher Arginin-Anteil ist in Nüssen, wie Erdnüssen, Pinienkernen Walnüssen und Cashewnüssen enthalten. Der Anteil in rohem Schweine- und Hähnchenbrustfleisch ist auch recht hoch, leider nimmt der Anteil mit Garung des Fleisches deutlich ab. Ebenfalls große Mengen Arginin sind in getrockneten Erbsen, ungeschältem Reis, Hühnereiern und Kuhmilch enthalten.

Die therapeutisch sinnvolle und wirksame Menge an Arginin nur über die Nahrung zu sich zu nehmen, ist u.a. wegen des hohen Kaloriengehaltes der o.a. Lebensmittel kaum möglich.

Wie wirkt L-Arginin?

Arginin enthält wie oben erwähnt viel Stickstoff und kann zusammen mit Sauerstoff zu Stickstoffmonoxid reagieren. Stickstoffmonoxid führt zur Entspannung der Herzmuskel und der glatten Muskulatur, die Blutgefäße werden erweitert.

L-Arginin fördert durch die Freisetzung der Wachstumshormone Prolaktin und Glukagon u.a. auch den Muskelaufbau und den Fettabbau bzw. wirkt eindämmend auf die Anreicherung von Fett. Darüber hinaus wirkt Arginin unterstützend beim Abbau von Lipiden.

Zur Unterstützung diätetischer Maßnahmen, beim Abnehmen, im Sport und vor allem im Kraftsport insbesondere dem Bodybuilding ist die zusätzliche Zufuhr von Arginin sinnvoll und ratsam.